Studien & Projekte

Forschung zu Tieren

Mit den positiven Effekten in den Beziehungen zwischen Kindern und Tieren haben sich bereits viele Wissenschaftler beschäftigt. Auch im Weiterbildungsbereich, z. B. in der Sozialpädagogik, wird diese Thematik behandelt. Hier finden Sie einige Beispiele.

Kinder, die Missbrauchserfahrungen gemacht haben, weisen häufig Beschwerden wie ein geringes Selbstvertrauen, eine geringe Frustrationstoleranz oder Bindungsstörungen auf. Das Kinderheim Tjölöholm in Ahrenviöl (Schleswig-Holstein) nimmt sich Kindern mit solchen Problematiken an. Schwerpunkte in ihrer Betreuung sind eine Reittherapie und die Integration von Tieren wie Hunden, Katzen, Kleintieren, Schafen und auch Schweinen in den Alltag. Weiterlesen
Ein Referat zu halten, eine Matheaufgabe an der Tafel zu lösen oder im Unterricht aufgerufen zu werden und keine Antwort parat zu haben: typische Stresssituationen für viele Kinder. Ideal wäre es, würde der Unterricht von einem Schulhund begleitet. So empfänden die Kinder die Situation weit weniger belastend. Verantwortlich hierfür ist nach bisherigen Erkenntnissen das „Kuschel-Hormon“ Oxytocin. Das ist das Ergebnis einer deutsch-österreichisch-schweizerischen Pilotstudie, die jetzt auf einem internationalen Kongress in Stockholm vorgestellt wurde. Weiterlesen
Mit einem besonderen Programm unterstützt der städtische Kindergarten „Im Apfentäle“ in Münsingen (Schwäbische Alp) die Vorschulkinder, die Schwierigkeiten mit der Sprachentwicklung, Motorik oder dem Sozialverhalten aufweisen, um deren Entwicklung positiv zu beeinflussen. Weiterlesen
Dass bei Kindern, die auf einem Bauernhof aufwachsen, seltener allergische Krankheiten auftreten, konnte schon verschiedentlich nachgewiesen werden (vgl. z.B. Gabriel-Projekt). In einer prospektiven Studie analysierten Roger Lauener und sein Team an der Universität Zürich erstmals, welchen Effekt vorgeburtliche Umwelteinflüsse und genetische Mechanismen auf die Entwicklung von Neurodermitis während der ersten beiden Lebensjahre haben. Weiterlesen
Die Auswirkungen von Hunden auf Kinder waren Gegenstand jüngster Studien (Vgl. hierzu z. B. den Bericht über die Rolle von Heimtieren für Kinder in Mensch&Tier 4/2009, S. 4). Aktuell hat nun Nancy Gee von der State University New York, USA, gemeinsam mit ihrem Team untersucht, wie sich die Anwesenheit eines Hundes auf kognitive Fähigkeiten (Lernverhalten, Erinnerungsvermögen) auswirkt. Weiterlesen
Eine Vielzahl von Studien belegt die positiven Auswirkungen der Heimtierhaltung auf die psychische und physische Gesundheit von Erwachsenen. Welche Rolle ein tierischer Begleiter für die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern spielt, ist dagegen bisher verhältnismäßig wenig erforscht. Daher veranstalteten das Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development (NICHD) und das Waltham Centre for Pet Nutrition nun erstmals einen Workshop, der sich ausschließlich mit der Rolle von Heimtieren in der Kindheit und der Adoleszenz beschäftigte. Weiterlesen
Kristina Saumweber widmet sich seit vielen Jahren der Tiergestützten Therapie und hat als Mitglied der Forschungsgruppe Mensch und Tier an der Universität Erlangen mehrere Studien in diesem Bereich durchgeführt und begleitet. Jüngst erschien ihre Dissertation mit dem Titel „Tiergestützte Pädagogik in der stationären Jugendhilfe“. Mensch&Tier sprach mit Saumweber über ihre Forschung und deren Bedeutung für die Praxis. Weiterlesen